So, nun nochmal der Reihe nach. Am Heiligabend sind wir von Sydney nach Adelaide geflogen und haben unseren Campervan abgeholt. Von da war unser erster Halt Richtung Norden Port Pirie, ein nicht weiter erwähnenswertes Städtchen. Von da ging es weiter nach Glendambo. Auf dem Weg haben wir an einem riesigen Salzsee angehalten:
Lake Hart

Und dann kamen wir am Weihnachtstag in der Weltstadt Glendambo an:

Hier haben wir uns in einem entzueckenden (und dem einzigen) Campingplatz eingemietet, den wir ganz fuer uns alleine hatten (naja, mit Ameisen mussten wir ihn teilen, aber sonst...). Von da ging es weiter in den Norden, in die Opalminenhauptstadt Coober Pedy. Auf dem Weg gesichtet: ein Keilschwanzadler.

In Coober Pedy gab es viele gebuddelte Löcher, sowohl als Minen als auch als Häuser. Ansonsten ziemlich viel Gegend...



Ein Highlight: Der Dog Fence, mit 5.300 km der längste Zaun der Welt. Soll die Dingos vom Wildern abhalten.


Selbst von der höchsten Erhebung gab es nicht viel zu sehen: die Breakaways

Nächste Sehenswürdigkeit: Der Friedhof. Sagt viel über die Bewohner von Coober Pedy!

Von da ging es über William Ck nach Copley - 460km Dirt Road, ächz... Gleich zu Beginn die Warnung:

and remote they were! Und so sah es dann aus wenn uns unterwegs ein Auto entgegenkam (was in der Tat nicht gerade oft passierte):

Erster Stopp: William Creek, die kleinste Stadt Australiens. Die einzigen Bewohner die wir ausmachen konnten waren der Wirt und die Wirtin des William Ck Hotel, gleichzeitig Mechaniker und wer weiss was noch alles. Wenn es mehr Einwohner gab, so waren sie nicht zu sehen.

Der Pub allerdings war einen Besuch wert:


Hier haben Besucher seit Jahrzehnten alle möglichen und unmöglichen Andenken hinterlassen, von Führerscheinen (!) über niedersächsische Polizeiabzeichen, BH's und Socken. Wir kamen nicht gerade zur Partyzeit an, aber zu einem Kaffee mit netten Holländern hat es immerhin gereicht. Und wir haben nichts dagelassen. Nichtmal einen kaputten Reifen. Als nächstes kamen wir am Lake Eyre, dem grössten Salzsee Australiens, und einigen unvermuteten Quellen vorbei, mitten in der Wüste:


Von da erreichten wir irgendwann, nach 12 Stunden über Stock und über Stein (vor allem letzteres) die Station für den Tag: Copley. Von hier gibt es nichts besonderes zu berichten, ausser dass Shirley vom Campingplatz wirklich ein Juwel ist und uns die Ridge Top Tour gebucht hat und eine tolle Restaurant-Empfehlung für Rawnsely gegeben hat. Weiter ging es nach Arkaroola. Nach einer halben Wanderung durch eine Schlucht haben wir uns im Arkaroola Wilderness Sanctuary in den Northern Flinders Ranges eingefunden. Hier haben wir unsere erste Nacht abseits eines Campingplatzes verbracht, Bushcamping an einem ausgetrockneten Creek. Das war vor allem deswegen spannend da sich der Himmel ziemlich zugezogen hat (deswegen auch halbe Wanderung), und wenn es in diesen Gegenden regnet, dann richtig. Unser netter kleiner Creek hätte sich dann also zu einem reissenden Strom entwickeln können. Hat er aber nicht. Stattdessen war das aufregendste ein trächtiges Känguruh-Weibchen, dass wir aus dem Van beim Essen beobachten konnten. Am nächsten Tag haben wir uns zu zwei Waterholes begeben, die dank vorheriger Regenfälle gut gefüllt waren. Zu den Strassenbedingungen nur soviel: die Dirt Road war ein Witz dagegen, und definitiv nicht für Campervans mit Zweiradantrieb gedacht (nicht dass wir sowas Leichtsinniges versucht hätten oder so. Bestimmt nicht.) Aber es hat sich gelohnt!!!

Leider war es zu heiss für niedliche Tierchen, aber wir fanden es trotzdem schön. Am nächsten Morgen um 8 Uhr ging es los, unsere Ridge Top Tour - im 4WD quer durch die Flinders. Eine wahre Achterbahnfahrt, aber lustig und mit wunderschönen Aussichten und vielen Roos!
Mehr Fotos später.