The Good German
Hm. Wieder so ein viel von dem ich mir viel versprochen hatte. Leider hat Steven Soderbergh zu viel Wert auf cinematographische Aesthetik denn auf ein gutes Spiel gelegt. Musik, Story, Schauspieler: lieblos zusammenmontiert, hölzern inszeniert. Die Optik war grossartig, aber reicht das für einen guten Film? Ich denke nicht. Wenn schon film noir- und Casablanca-Hommage, dann auch bitte passende Darbieter. Cate Blanchett als Deutsche? Lächerlich. Ihre "deutschen" Dialoge waren so steif und unglaubwürdig als hätte sie selber nicht den leisesten Schimmer was sie da eigentlich sagt. Ihr "deutscher" Akzent? Russisch mit viel Humor, und auch das wohl kaum. George Clooney? Zu schön um gut zu sein. Tobey Maguire? Unglaubwürdig als "harter" Yankee. Auch die Nebenrollen waren fast alle Fehlbesetzungen. Dabei hätte die Geschichte so gut sein können: Der Beginn des Kalten Krieges im Nachkriegsberlin, als sich die Besatzungsmächte um Nazi-Wissenschaftler reissen und dabei keine moralischen Bedenken bezüglich deren Vergangenheit haben. Stattdessen eine "Liebesgeschichte", ein Mord und null Gefühl oder Spannung.
Fazit: The Good German liefert 105 Minuten anticlimax.
